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1906/1907

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Das Bild zeigt Jörgen Skafte Rasmussen (1878-1964), Maschinenbau-Ingenieur.
1906 kaufte Rasmussen eine leerstehende Tuchfabrik in Zschopau. Am 13. April 1907 lässt er seine Fabrik unter dem Namen "Rasmussen & Ernst“ in das Handelsregister beim Amtsgericht in Zschopau eintragen. Die Firma produziert Kfz-Zubehör, Haushalts- und Werkstattgeräte.
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1912 wurde die Fabrik in "Zschopauer Maschinenfabrik J.S. Rasmussen" umbenannt. |
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1917
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Im ersten Weltkrieg musste die Fabrik für die Rüstungsindustrie produzieren. Zugleich wurde an der Entwicklung eines Dampf-Kraft-Wagen gearbeitet. Die Bemühungen waren erfolglos, doch die Abkürzung "DKW" wurde zum neuen Warenzeichen der Firma.
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1919

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1919 begann die Produktion von Zweitakt-Spielzeugmotoren. DKW stand nun für "Des Knaben Wunsch". |
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1920

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DKW entwickelte einen 1 PS Fahrrad-Hilfsmotor. DKW stand nun für "Das kleine Wunder". |
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Die Sesselrad-Modelle Golem und Lomos wurden produziert. Sie waren die ersten Vorläufer der Motorroller.
Bereits in diesen Anfängen der Motorradproduktion gelangen DKW sportliche Erfolge. Auf der 800 km langen Reichsfahrt von Berlin nach Heidelberg fuhren DKW-Fahrer mit Serienmodellen auf drei Siegerplätze. |
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1922

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In diesem Jahr begann die eigentliche Motorradproduktion in Zschopau. Das Werk produzierte das Motorrad "Reichsfahrtmodell" mit einem Hubraum von 148 ccm und einer Leistung von 2,25 PS. |
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1923

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Die Grundsteinlegung für den DKW-Konzern. Das Werk wurde in eine Aktiengesellschaft (AG) umgewandelt. |
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1924
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Das 50.000ste Motorrad wurde im DKW-Werk produziert. Mit dem Motorrad-Modell SM legte DKW den Grundstein, die technische Basis, für eine beispiellose Entwicklung der damaligen Geschichte des Motorradbaus.
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1926
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Die Firma führte, als erste Firma der Welt, ein Montage-Fließband für die Produktion der Motorräder ein.
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1927
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Eine Rennabteilung wurde gegründet.
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1928
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Durch Expansion wurde DKW zur größten Motorradfabrik der Welt zu dieser Zeit. Die Tagesproduktion betrug bis zu 300 Motorräder und 350 Motoren. Der Jahresumsatz lag bei 43.316 Motorrädern. Das Werk hatte 2.357 Beschäftigte.
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1929
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Das Werk erreichte einen neuen Höhepunkt in der Produktion: 60.000 Motorräder!
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DKW, Horch, Audi und Wanderer schlossen sich zur Auto Union AG zusammen.
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Das Werk baute das 500.000ste Motorrad. Ein neukonstruiertes Motorrad Modell RT125 wurde produziert. Sie löste das Modell RT100 ab und wurde nach dem Krieg das am häufigsten nachproduzierte Motorrad. In der zweiten Jahreshälfte wurde, wegen des Krieges, die Produktion ziviler Luxusmodelle eingestellt. Außerdem wurde die Rennabteilung aufgelöst. |
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1944
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Die Auto Union erreicht den höchsten Umsatz von 740,25 Millionen Reichsmark.
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1945
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Das Werk überstand den Krieg unbeschadet. Die Rote Armee besetzte Zschopau und das Werk. Auf Befehl der sowjetischen Besatzungsmacht erfolgte die komplette Demontage des Werkes und der Abtransport in die Sowjetunion.
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Die Industrieverwaltung Fahrzeugbau, kurz IFA, wurde gegründet. Die Wiederaufnahme der Motorrad-Produktion wurde vorbereitet.
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1949
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Das Motorradwerk Zschopau wurde am 05.09. von der SMAD für die Produktion freigegeben. Zudem wurde eine RT-125-Rennmaschine entwickelt. Mit ihr fuhren die Rennfahrer Siege bei der Meisterschaft der DDR und den Deutschen Meisterschaften ein.
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Neustart der Produktion mit dem Vorkriegsmodell RT125. Das Modell RT125 war nach dem verlorenen Krieg patentfrei und wurde weiterentwickelt. Die Produktion fand unter dem Markenzeichen IFA statt.
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1952
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Das Werk wurde in VEB Motorradwerk Zschopau, kurz MZ, umbenannt. Die Produktion der BK 350 lief an. Sie war die erste Zweitakt-Maschine die einen Zweizylinder-Boxer-Motor mit Kardanantrieb enthielt.
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1953
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Eine Rennabteilung, genannt das IFA Rennkollektiv Zschopau, wurde gegründet.
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1956
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Gründung einer MZ-Werksmannschaft für den Geländesport. Im ersten Jahr der Teilnahme fuhr die Werksmannschaft neun Klassensiege ein.
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1962
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Die Produktion der ES 125 und ES 150 begann. Die ES 150 war das erste Motorrad mit asymmetrischen Abblendlicht und das meistproduzierte Motorrad Deutschlands.
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1970
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Am 21.06. wurde das 1.000.000 ste MZ-Motorrad seit 1950 produziert.
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1973
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Beginn der Produktionsaufnahmen der TS 150-Reihe.
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Die TS-Reihe wurde von der ETZ 250 abgelöst. Der ETZ 250-Motor hatte eine Leistung von 21 PS. |
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1983
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Am 07.07. wurde das 2.000.000 ste MZ-Motorrad produziert.
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Ende des Jahres wurde die Produktion der ETZ 251 gestartet, dass letzte serienmäßig gebaute Modell.
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1990
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Die "Treuhand" privatisierte das Werk. Aus dem VEB Motorradwerk Zschopau wurde die MZ GmbH. Die Produktion brach ein und zog Entlassungen vieler Beschäftigter nach sich.
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1991
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Die MZ GmbH hatte, durch den Zusammenschluss beider deutschen Staaten und die damit verbundenen Umstellungen bzw. Wegfälle der Märkte, Liquiditätsprobleme. Am 18.12. war der Konkurs nicht mehr aufzuhalten.
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Am 01.07. wurde die „Motorrad- und Zweiradwerk GmbH“, kurz MuZ, unter Petr-Karel Korous gegründet. Im Herbst wurde eine neue Modell-Palette vorgestellt.
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1994
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Im Februar wurde das letzte Motorrad im alten MZ-Werk produziert. Verwaltung und Fertigung zogen in das neue Werk nach Hohndorf.
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1995
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Die "Treuhand" verkaufte die Baureihe der Zweitakt-Motorräder an die Türkei. Dem Werk drohte der Konkurs.
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1996
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Der malayische Konzern Hong Leong Industries übernahm nach dem Konkurs das Motorrad- und Zweiradwerk GmbH.
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2008
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Am 04.06 beschloss Hong Leong Industries die Produktion einzustellen. Ab September 2008 wurde nicht mehr produziert. Ende des Jahres wurde das Werk geschlossen.
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Im März übernahmen die ehemaligen Motorrad-Rennfahrer Martin Wimmer und Ralf Waldmann das Werk unter dem Namen Motorenwerke Zschopau GmbH. |
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2010
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Ein MZ-Rennsportteam für die Moto2-Klasse wurde gegründet. Am 14.03. erhielt das MZ-Rennsportteam die Starterlaubnis für die neugegründete Moto2-Klasse.
Weiter wurde ein Enduro-Team gegründet.
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2011
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Zum Jahresbeginn wurde ein zweites Moto2-Team für die Spanische Meisterschaft gegründet. |